Hochzeiten in der Pfarr- und Schlosskirche sowie in der Kunigundenkirche

Erreichbarkeit Pfarrer
Ich bin telefonisch zu erreichen unter 01-512 87 90. Wegen der Messen in Wien vormittags erst ab ca. 10 Uhr; abends nach Möglichkeit bis 20 Uhr. Donnerstags ist mein freier Tag; da bin ich nicht zu sprechen.

Alles rechtlich Relevante können Sie nur mit mir klären. Die Mesnerin oder andere Personen können keine rechtsverbindlichen Zusagen machen. Wenn die Mesnerin Ihnen z. B. erklärt, eine Agape im Schlosshof sei kein Problem, so ist das keine rechtsverbindliche Zusage für die Nutzung des Hofes (Weiteres s. u.)!

.............................

Aus der Erfahrung mit vielen Missverständnissen und Missbräuchen stellt die Pfarre Mailberg Ihnen hier folgende Regeln vor:

Segen für das Brautpaar
Manche Paare, die im Schloss Hochzeit feiern, aber nicht kirchlich heiraten, fragen an, ob ein „Segen für das Brautpaar“ möglich sei. Ja, aber nur dann, wenn jeder Anschein vermieden wird, es handle sich dabei um eine kirchliche Hochzeit. Wir schlagen einen Segen vor, an dem außer dem Brautpaar nur die Trauzeugen teilnehmen.

Zuständigkeit Pfarrer
Der Pfarrer von Mailberg ist zuständig für Paare, die aus der Pfarre Mailberg stammen.
Paare, die nicht aus Mailberg stammen, können in den hiesigen Kirchen ihre Hochzeit feiern, müssen aber einen eigenen Geistlichen beauftragen. Dieser Geistliche muss sich an die örtlichen Gepflogenheiten halten (Form des Altares, Gebrauch des Messkleides, Verwendung der autorisierten Hochgebete, etc.), damit keine schädliche Unruhe in der Pfarre Mailberg entsteht..

Brautgespräch
Das Brautgespräch führt der Pfarrer der Gemeinde, aus der das Paar stammt. Er nimmt auch das Brautprotokoll auf und gibt die Papiere dann nach Mailberg.

Heilige Messe
Brautpaare, die in ihrem Alltag nicht die Hl. Messe besuchen und nicht zur Beichte gehen, sollten von einer Hl. Messe mit Kommunionempfang absehen. Das gilt umso mehr, wenn die ganze Festgesellschaft keine Beziehung zur Hl. Messe hat. In diesem Fall findet die Trauung innerhalb eines Wortgottesdienstes statt. So wird das Zentrum des katholischen Glaubens, die Eucharistie, vor Missbrauch geschützt.

Ökumenische Trauungen
Nur die Teilnehmer können die Hl. Kommunion empfangen, die die Lehre der katholischen Kirche über die Eucharistie und das Priestertum anerkennen. Wer nicht an die Gegenwart des Herrn in der Eucharistie glaubt und das Amtspriestertum ablehnt, soll nicht zur Kommunion gehen.

Hochzeitstermin
Die Reihenfolge bei der Festsetzung eines Hochzeitstermins ist folgende:
1.) Anfrage beim Pfarrer von Mailberg (01-512 87 90).
2.) Anfrage bei der Schlossverwaltung, falls eine Feier in den Räumen des Schlosses beabsichtig ist.
Es geht nicht an, dass Paare einen Festtermin im Schloss fixieren und den Pfarrer dann vor vollendete Tatsachen stellen.

Auswärtige Paare
Für auswärtige Paare berechnet die Pfarre Mailberg eine Gebühr von 210 € (150 € als Beitrag zur Kirchenrenovierung und amtliche Stolagebühr, je 30 € Trinkgeld für Mesnerin und Beschließerin). Organist und Ministranten sind extra zu bezahlen. Die Honorare der Musiker (Organisten u. a.) gestalten sich nach deren Forderungen. Die Pfarre nimmt darauf keinen Einfluss.

Musik
Die Musik organisiert das Brautpaar nach seinem Geschmack. Allerdings ist die Auswahl der Lieder mit dem Pfarrer abzusprechen, der dafür Sorge trägt, dass den Vorschriften der Liturgie Rechnung getragen wird. Zum Beispiel kann nicht anstelle des Sanctus’ ein Schlagertext gesungen werden.

Ministranten
Wenn Sie Ministranten wünschen, teilen Sie das bitte der Mesnerin, Frau B. Klabecek mit (0664-550 99 81 oder 0664-127 37 94).

Blumenschmuck
Den Blumenschmuck besorgt das Brautpaar. Wegen des Anbringens und Entsorgens halten Sie bitte Rücksprache mit Frau L. Hammerschmied (Blumendamen, 0681-10 35 01 08) und mit Frau B. Klabecek (Mesnerin, 0664-550 99 81 oder 0664-127 37 94).
Der Blumenschmuck ist eine Opfergabe der Brautleute an Gott und sollte nicht wieder weggenommen werden, um dann andere Orte damit zu schmücken. Wenn Sie aber z. B. aus Gründen der Sparsamkeit verpflichtet sind, die Blumen doppelt zu verwenden, informieren Sie bitte die Blumendamen, damit diese rechtzeitig für die nächste Messe den Altar schmucken können.
Auf der Fläche des Altars selbst dürfen nach den Regeln der Liturgie keine Blumen stehen. Sie ist allein den eucharistischen Gaben Brot und Wein vorbehalten.

Zusätzliche Bestuhlung
Aufstellen von zusätzlichen Stühlen in der Kirche nur mit Erlaubnis des Pfarrers von Mailberg. Mesnerin und Beschließerin sind damit nicht befasst. Hier geht es vor allem darum, dass die Kirche beim folgenden Sonntagsgottesdienst wieder in schöner Ordnung ist und nicht einem Möbellager gleicht.

Stille in der Kirche
Die Brautleute verpflichten sich, dafür zu sorgen, dass ihre Gäste die Würde des Gotteshauses achten. Es darf z. B. nicht sein, dass vor Beginn der Feier in der Kirche laut geplaudert wird. Die Gäste sollen sich sammeln und zur Ruhe kommen, vielleicht für das Brautpaar beten – fürs Plaudern ist an diesem Tag noch Zeit genug. Der Pfarrer von Mailberg behält es sich vor, die Feier abzubrechen, wenn diese Regel nicht respektiert wird!

Gratulation an das Brautpaar
Dass Ihre Gäste Ihnen nach dem Gottesdienst gratulieren wollen, verstehen wir gut. Wir möchten aber auf keinen Fall, dass diese Gratulation im Altarraum stattfindet! Dieser ist bei uns allein der Verkündigung des Wortes Gottes und der Feier der Hl. Messe vorbehalten.
Bitten Sie Ihre Gäste also zum Gratulieren vor die Kirche oder, bei schlechtem Wetter, in den Eingangsbereich der Kirche.

Streuen von Reis
Das Streuen von Reis in und vor der Kirche wollen wir nicht. Reis ist ein Lebensmittel, in der Welt sterben Menschen hungers, und der Brauch ist ein heidnischer Aberglaube, der mit dem Christentum nichts zu tun hat.

Werfen von Blütenblättern
Blütenblätter bitten wir nur im Freien zu streuen. Besonders rote Rosenblätter hinterlassen Flecken auf den Steinplatten, die kaum zu entfernen sind. Sollten Sie diese Bitte nicht achten, berechnen wir die Reinigung (u. U. durch eine Fachfirma) gesondert.
Anderes als Blütenblätter wie z. B. Herzen aus Seidenpapier ist auf dem Pflaster vor der Kirche nur sehr schwer zu entfernen. Bitte verzichten Sie darauf – oder einigen Sie sich mit der Mesnerin darüber, wer das Streumaterial entfernt, bis wann das geschehen muss und welche Extra-Kosten dafür anfallen.

Agape im Schlosshof
Viele Paare feiern nach der kirchlichen Trauung eine Agape im Schlosshof. Haben auch Sie das so geplant, informieren Sie uns bitte. Es kommt immer wieder vor, dass wir am späten Nachmittag einen Gottesdienst feiern. Dieser sollte nicht durch Musik im Schlosshof o. ä. gestört werden. Es ist auch unbedingt nötig, dass der Pfarrer von Mailberg sowie die Mesnerin wegen allfälliger Transporte mit ihrem Auto bis zur Kirche vorfahren können.

Hinweis für Paare, die nur in der Kirche feiern und nicht im Schloss oder Schlossheurigen: Falls Sie eine Agape im Schlosshof halten wollen, müssen Sie sich mit dem Hotel in Verbindung setzen! Die Pfarre selbst hat für den Schlosshof lediglich ein Durchgangsrecht. Für den Hof ist alleine das Hotel zuständig.

Die alte Kunigundenkapelle
Nach ihrer Umgestaltung im Jahr 2015 steht nun auch die alte Kunigundenkapelle auf dem Hügel gegenüber dem Schloss für Festlichkeiten zur Verfügung. Sie eignet sich besonders für Feiern in kleinerem Rahmen. Die Damen vom Schlosshotel werden Ihnen die Kapelle gerne zeigen. Für Feiern in der Kapelle gelten dieselben Regeln wie für die Schlosskirche.

Stand & Preise für Trauungen: Februar 2017